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Ansprechpartner:

Frau
Cornelia Jahn

Pflegedienstleiterin

Tel.: 03672 / 82 90 233

tagespflege@ - drk-rudolstadt.de

Friedrich-Fröbel-Str. 5
07407 Rudolstadt

Tagespflege

Ein großer, lichtdurchfluteter Gemeinschaftsraum, liebevoll geschmückt mit Blumenarrangements und Farbtupfern. Zwei ältere Damen, Frau Fürst und Frau Matzmor, sitzen auf Sesseln, die so bequem sind, dass sie nach eigener Aussage gar nicht wieder aufstehen wollen - obwohl leckerer Kuchen, am Vormittag selbst gebacken, auf der Kaffeetafel lockt. Die beiden Frauen jenseits der 80 sind seit der Eröffnung der DRK-Tagespflege im "Regenbogenhaus" am 8. Mai regelmäßige Gäste und haben schnell Freundschaft geschlossen. Eine dritte Seniorin, Frau Möller, kommt gerade aus dem Ruheraum: "Ich habe geschlafen wie zu Hause", berichtet sie lächelnd Altenpflegerin Claudia Lehmann. Der Gemeinschaftsraum geht in eine breite Terrasse über, welche auf den Garten mit schattigen Bäumen zeigt. Und dann dringt durch die Terrassentür und die Fenster helles Kinderlachen! Tatsächlich, vor dem Gebäude sind Kindergartenkinder nach ihrer Mittagsruhe dabei, sich auf dem Spielgelände auszutoben. Kurz darauf wird das aufgeregte Schnattern lauter: Die Regenbogen-Gruppe mit ihrer Erzieherin Frau Roder kommt zu Besuch. Die kleinen Knirpse im Alter von 3 bis 4 Jahren setzen sich gespannt mit an den Tisch und beginnen mit den Seniorinnen ein Spiel, welches Kinder seit Generationen begeistert: Mensch ärgere dich nicht ...

Hier im .Reqenboqenhaus" wird eine Brücke zwischen den Generationen geschlagen. Die 12 Plätze der Tagespflege sind im gleichen Haus angesiedelt, in dem neben dem Kindergarten "Louella" 30 neue Kindergartenplätze entstanden sind. Pflegedienstleiterin Conny Jahn ist überzeugt von dem innovativen Konzept. "Für die Senioren ist die Nähe zu den Kindern einfach wohltuend. Wir werden immer wieder von den Kleinen besucht, wollen gemeinsam singen, backen, basteln oder spielen. Dabei kommen bei den älteren Leuten, die oft zurückgezogen und allein gelebt haben, längst vergessen geglaubte Fähigkeiten wieder zurück. In den Ruhemomenten schauen unsere Gäste aus dem Fenster und erfreuen sich am Treiben der Kinder", berichtet sie aus ihrer Erfahrung der letzten drei Wochen. Auch gemeinsame Feste sind denkbar. Wenn das Außengelände fertiggestellt ist, wird der Spielplatz direkt an die Terrasse mit bequemen Sitzgelegenheiten angrenzen, so dass der Kontakt zwischen den Generationen noch einfacher wird. Vielleicht haben die Kleinen ja auch Lust, gemeinsam mit den "Omas und Opas" den geplanten Bewegungsgarten zu erkunden ...
Conny Jahn und ihre zwei festen Mitarbeiterinnen mit langjähriger Pflegediensterfahrung verstehen es, das richtige Verhältnis zwischen Anregung und Ruhe für die Gäste zu finden.

Um 8 Uhr früh, nachdem die SeniorInnen vom Fahrdienst abgeholt wurden, beginnt der Tag mit einem ausgedehnten Frühstück und der Zeitungsschau. Nach dem Mittagessen können sich die Gäste von 12 bis 14 Uhr in die Ruheräume zurückziehen. Dazwischen und danach stehen vielfältige Aktivitäten auf dem Programm, von Seniorengymnastik über Gedächtnistraining bis hin zu Gesellschaftsspielen oder gemeinsamen Spaziergängen in der Umgebung. In der modernen und großzügigen Küche wird gern auch einmal gekocht oder gebacken, oft nach mitgebrachten Rezepten der Seniorinnen. Um 16 Uhr werden die Gäste nach einem schönen Tag wieder nach Hause gebracht. "Wir sind auf ältere Menschen mit allen Pflegestufen, auch schwer Pflegebedürftige, eingestellt", betont Altenpflegerin Claudia Lehmann. Die SeniorInnen und ihre Angehörigen können sich aussuchen, an wie vielen Tagen in der Woche oder im Monat sie an der Tagespflege teilnehmen möchten. Um die Tagespflege wahrnehmen zu können, ist ein Antrag bei der Pflegekasse zu stellen, welche dann über die Höhe der Kostenübernahme entscheidet. "Wir beraten die Angehörigen gern und geben Hilfestellung bei der Beantragung", erklärt Frau Jahn. Die Angehörigen sind darüber hinaus eingeladen, die Seniorinnen gern hin und wieder in die Tagespflege zu begleiten und sich so selbst ein Bild vom Miteinander im “Regenbogenhaus" zu machen.