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Schritt für Schritt zur häuslichen Pflege

So lange wie möglich zu Hause bleiben! – Das wünschen sich die meisten älteren und pflegebe- dürftigen Menschen. Und Ihnen als Angehörigen liegt es am Herzen, diesen Wunsch möglichst zufrieden zu stellen.

Pflegebedürftigkeit bedeutet immer ein Wandel im Leben der Betroffenen und deren Angehörigen: Neue Verantwortlichkeiten werden von Angehörigen übernommen, neue Fertigkeiten müssen erlernt werden, der Alltag verändert sich für alle Beteiligten.

Was Sie – als Angehörige oder als Pflegebedürftige – in jedem Fall brauchen, sind:
umfassende Information und Beratung!

Diese Checkliste zeigt Ihnen,
✔ was Sie tun müssen,
✔ wen Sie fragen können und
✔ wonach Sie fragen müssen.

Denn: Je besser Sie informiert und beraten sind, umso leichter fällt es Ihnen, den Pflegealltag und auch Ihren eigenen Alltag zu organisieren. Falls Sie berufstätig sind, können Sie sich bis zu zehn Tage von der Arbeit freistellen lassen, um alles Nötige für die Pflege in die Wege zu leiten.

Klare Absprachen sind hilfreich! Nach Informationssammlung und Beratung gemeinsam mit dem Pflegebedürftigen und allen beteiligten Angehörigen entscheiden, wie die Pflege zu Hause persönlichen Wünschen gerecht wird und von allen gemeinsam gestaltet werden kann.

Organisieren Sie die Pflege zu Hause unter Beteiligung der gesamten Familie. Es gibt viele Möglichkeiten, einen Angehörigen zu pflegen – sowohl in seiner eigenen Wohnung als auch bei Ihnen zu Hause.

Wichtig ist, dass Sie frühzeitig Entlastungsangebote in Anspruch nehmen;
achten Sie auf Ihr Wohlergehen!

Lassen Sie sich beispielsweise von einem Pflegedienst unterstützen, schaffen Sie sich stunden- weise Freiräume durch Betreuungsdienste.

Auch eine Tagespflegeeinrichtung bietet erhebliche Entlastung. Darüber hinaus gibt es vielerorts Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz, fragen Sie die örtlichen Pflegeberatungsstellen / Pflegestützpunkte.

Lassen Sie sich beraten! Die Pflegeberatungsstellen / Pflegestützpunkte vor Ort, die Pflegedienste und jeweiligen Pflegekassen sind Ansprechpartner in Sachen:

  • Pflegegeld
  • Pflegesachleistung
  • Kombinationsleistung
  • Pflegekurs
  • Pflegehilfsmittel (z.B. Pflegebett)
  • Leistungen für Pflegebedürftige mit besonderem Betreuungsbedarf (100 € bzw. 200 € monatlich)
  • Technische Hilfsmittel (z.B. Badewannenlifter, Rollator, Rollstuhl)
  • Wohnungsanpassung
  • Hauswirtschaftliche Hilfen
  • Mahlzeitendienst
  • Hausnotrufgerät
  • Tagespflege
  • Nachtpflege
  • Verhinderungs- oder Ersatzpflege
  • Kurzzeitpflege