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Wolfgang Werlich wurde für 150. kostenlose Spende geehrt

Blut spenden - Leben retten

Rudolstadt (pbb) - Blut ist eine Körperflüssigkeit, von der ein Mensch etwa fünf bis sechs Liter besitzt. Blut wird auch als „flüssiges Organ" bezeichnet und erfüllt vielfältige Transport- und Versorgungsfunktionen in unserem Organismus. Das Blut wird durch die Pumpleistung des Herzens durch das Kreislaufsystem gepumpt. Dabei bezeichnet man die vom Herzen wegführenden Bahnen als Arterien und die zum Herzen hinführenden Bahnen als Venen. Schon Hippokrates beobachtete im 4. Jahrhundert vor Christi, dass sich Blut, wenn man es im Messkolben stehen lässt, durch Senkung in drei Schichten trennt: Die unterste und schwerste Schicht macht etwa 45 Prozent des Gesamtvolumens aus. Sie enthält die roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Darauf folgt eine dünne Mittelschicht, die aus den weißen Blutzellen (Leukozyten) und den Blutplättchen (Thrombozyten) besteht und zu guter Letzt die klare wässrige, blassgelbe Oberschicht, das so genannte Blutplasma.

Es gibt immer wieder Situationen, in denen zum Überleben das Blut eines anderen Menschen gebraucht wird. Jeder von uns. Sei es durch einen Unfall, eine Krankheit oder eine Operation. Dann zählt jede freiwillige Blutspende. Wolfgang Werlich spendet seit mehr als 47 Jahren Blut, um anderen Menschen zu helfen. 1964 begann er in Bad Blankenburg, das erste Mal Blut zu spenden, damals noch gegen ein geringes Entgelt, jetzt konnte er für 150 kostenlose Blutspenden geehrt werden. Damit hält er den Rekord im Altlandkreis Rudolstadt.

Der gebürtige Bad Blankenburger Porzellanmaler, er erlernte seinen Beruf in der Aeltesten Volkstedter Porzellanmanufaktur, zog vor 40 Jahren nach Rudolstadt und arbeitete als Designer im Chemiefaserkombinat.

Dem Blutspenden ist er immer treu geblieben und er hat sich nach jeder Spende pudelwohl gefühlt. „Auf der einen Seite hat man die Gewissheit, dass man Hilfe leisten kann, auf der anderen tut man auch etwas für die eigene Gesundheit, man wird vor der Spende gründlich untersucht und tut so etwas für die eigene Vorsorge“, so der heute 70-jährige. In der vergangenen Woche konnte er die Glückwünsche vom Präsidenten des DRK-Kreisverbandes Rudolstadt, Dr. Burkhard Will, entgegen nehmen. „Dem Blutspenden bleibe ich treu, auch wenn ich es in den kommenden Monaten und Jahren etwas unregelmäßiger betreiben werde“, so der Jubilar.

 

11. Dezember 2011 20:16 Uhr. Alter: 160 Tage